12. Januar 2024

Kabelfernsehen: Haben Sie in der Post auf die „Abrechnungsumstellung“ geachtet?

Normalerweise müssen Sie aktiv werden, wenn sich was ändern soll. Gerade um einen Jahreswechsel herum sind das Abonnement der Tageszeitung, die Hausratversicherung oder der Stromanbieter gerne Dinge, mit denen man sich aktiv auseinandersetzt. Wenn man hingegen nichts tut, bleibt alles beim Alten. Richtig? Falsch! Denn aktuell gibt es ein Thema, bei dem man etwas unternehmen muss, damit sich nichts ändert: Fernsehen über den TV-Kabelanschluss. Daran denkt üblicherweise niemand. Das Fernsehen kommt aus der Anschlussdose im Wohnzimmer wie das Wasser aus dem Hahn im Bad. War immer schon so, wird auch immer so bleiben. Nein, eben nicht. Aber der Reihe nach:

In den meisten Wohnhäusern hat bisher immer der oder die EigentümerInnen für das ganze Gebäude oder die gesamte Wohnanlage entschieden, von welchem Lieferant Kabelfernsehen und -radio bezogen werden. Die Gebühren dafür wurden dann mit der jährlichen Nebenkostenabrechnung an die einzelnen Haushalte weitergereicht – das hieß dann „Nebenkostenprivileg“. Und genau das hat der Gesetzgeber abgeschafft, da er möchte, dass die Bewohnerinnen und Bewohner selbst entscheiden können, ob sie ihr Fernsehen über den TV-Kabelanschluss beziehen möchten oder nicht. Also Wahlfreiheit. Eigentlich ja eine gute Sache.

Der Knackpunkt dabei ist allerdings, dass zukünftig eben nur diejenigen weiterhin Kabelfernsehen nutzen können, die selbst einen sogenannten Einzelnutzervertrag mit dem Dienstleister abschließen. Den anderen wird dann der Anschluss gesperrt und das Bild bleibt schwarz. Denn natürlich kann der Fernsehversorger seine Dienste nicht einfach verschenken. Denn er liefert ja nicht nur das Signal für jede Menge Fernseh- und Radio-Programme (Free-TV & -Radio), sondern kümmert sich auch um Wartung, Instandhaltung und notfalls auch Entstörung des Kabelnetzes im Haus. Wie er es in den meisten Fällen auch bisher getan hat. Nur wurde er eben von den Gebühren bezahlt, die über die Nebenkosten abgerechnet wurden.

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Für viele Haushalte hat diese Änderung bereits zum Jahreswechsel gegriffen, da die Abrechnung kalenderjährlich einfach einfacher ist. Für alle anderen muss das laut Telekommunikationsgesetz spätestens ab 01.07.2024 so sein. Das große „Aber“ dabei ist, ob denn auch wirklich jeder mitbekommen hat, was sich da tut. Beziehungsweise was er tun muss: Wer sich bewusst gegen den TV-Kabelanschluss entscheidet, ist fein raus. Derjenige, der ihn aber weiterhin möchte, aber versäumt, einen Einzelnutzervertrag abzuschließen, wird aber auch abgeschaltet.

Wer das ganze Thema also nicht mitbekommen hat, hat also eventuell bald ein Problem. Vor allem, da der Fernsehversorger ihn ja nicht kennt, ihn also auch auch nicht anschreiben kann. Denn bisher hat er ja nur Kontakt mit EigentümerInnen oder der Hausverwaltung. Wer aber letztendlich im 1. Stock links in der Musterstraße 5 wohnt, weiß er nicht. Einige Verwalter haben ihre Bewohnerschaft selbstständig informiert. Und Cable 4 hat wie viele andere Dienstleister auch eine entsprechende Information mit Einzelnutzervertrag in die Briefkästen der von der Umstellung am 01.01.2024 betroffenen Wohnungen eingeworfen. Was wir auch wieder vor dem 01.07.2024 machen werden. Aber was, wenn diese Info fälschlicherweise für Werbung gehalten und weggeworfen wird? Oder sich im wöchentlichen Anzeigenblatt versteckt hat?

Also informieren Sie sich bitte, ob Sie betroffen sind. Und werden Sie aktiv. Oder eben nicht. Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Aber vielleicht sind sich ja gar nicht sicher, wer eigentlich ihren TV-Kabelanschluss versorgt. Die Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer der Cable 4 in den Gebäuden, die bereits umgestellt worden sind, erfahren mehr über den Verfügbarkeitscheck unter www.cable4.de/verfuegbarkeit
Dort werden auch rechtzeitig vor dem 01.07.2024 die dann zur Umstellung anstehenden Adressen eingespielt. Sie können sich auf uns verlassen. Und müssen nicht ungewollt in die Röhre schauen. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Vergnügen mit Ihrem TV-Kabelanschluss!